Für Schriftsteller

5 Methoden zur Ideenfindung

Beitrag 5 Methoden Ideenfindung

Autoren brauchen Ideen. Aber nicht nur die erstbesten oder offensichtlichen, sondern interessante neue Lösungen. Um eine Geschichte zu entwickeln, müssen wir unsere Muse wecken können und neue erfrischende Wege für altbekannte Geschichtsstrukturen erfinden.

Während meines Studiums habe ich, ein Semester im Design Thinking am Hasso Plattner Institut in Potsdam belegt und dabei einige Brainstorming Techniken ausprobieren können, um kreative Lösungen für alltägliche Probleme zu finden. Als Autor hilft mir das heute sehr. Ich verurteile meine, oft merkwürdigen Ideen nicht, sondern notiere sie, und suche weiter. Ich kann sehr gnädig und geduldig mit mir (und anderen) sein, weil ich guter Hoffnung bin, dass eine Idee darunter mich weiterbringen wird. 🙂

Wie weckt man seine Muse? Eine allgemein bekannte und erprobte Technik ist Brainstorming. Wer Brainstorming Technik sucht, wird mit unzählige Möglichkeiten konfrontiert. Für einen leichten Einstieg, stelle ich hier die fünf Methoden vor, die mir meist weiterhelfen.

Alle Techniken können allein, mit Partner oder in deiner Schreibgruppe angewendet werden. Die wichtigste Regel lautet, alle Ideen sind erlaubt. Niemand wird verurteilt, weil seine Ideen nicht gefällt. Man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass jede Idee die Anregungen für die rettende Lösung deines Plot Hole sein könnte. 🙂

Mindmapping

Der Klassiker unter den Brainstorming Methoden ist wohl das Mindmapping. Man nimmt sich ein Blatt, schreibt die Frage, oder den Begriff um den es geht in die Mitte und beginnt alles, was einem dazu einfällt zu notieren, dabei ist zu beachten, wie das Gehirn vorgeht, zuerst werden meist Substantive gefunden, dann Adjektive, Verben und Redewendungen brauchen ihre Zeit, bis sie auftauchen. Zur Kontrolle, gerne mit Eieruhr auf 10 Minuten gestellt ausprobieren. Die Methode eignet sich gut um Vokabeln zu finden, bevor man eine Szene schreibt, zum Beispiel um den Schauplatz zu beschreiben.

Freies Schreiben

Wieder den Timer setzen und handschriftlich oder am Computer ein leeres Dokument öffnen, die Frage auf das Blatt setzen und dann drauflos schreiben. Eine Art Bewusstseinsstrom auf das Blatt bringen. Beim Brainstorming geht es darum den inneren Zensor auszustellen und alles aufzuschreiben, was dem Gehirn einfällt. Dies bewirkt, dass es aufhört, bestimmte Gedanken festzuhalten, um sich daran zu erinnern, und sich auf macht neue Lösungen zu finden. Das ist nämlich eine der herausragenden Eigenschaften unseres Menschseins. Wir sind in der Lage unglaublich viele Lösungen für eine beliebige Anzahl von Problemen zu finden, wenn wir es nur zulassen. Wir Helden!

Moodboard

Bilder können Beschreibungen, aber auch Charakterisierungen oder ganze Handlungen motivieren. Ich habe mir angewöhnt auf Pinterest nach bestimmten Pins zu suchen und sie auf einer eigenen Pinnwand zu sammeln. Ganz nach der Idee des Moodboards. Hier ein Beispiel für Charakter Inspirationen, aber auch Schauplätze und Details funktionieren hervorragend mit dieser Methode.

Fünf Ideen Liste

Formuliere deine Frage, liste fünf unterschiedliche Antworten zu der Frage darunter. Es zwingt das Gehirn jede Idee wieder loszulassen und eine neue zu finden. Wenn nötig, kann man auch mehr als fünf Lösungen aufschreiben. So kurz, wie ich es hier beschreibe, ist es für mich doch eine der einfachsten und effektivsten Methoden.

Holmes Methode

Die Holmes Methode funktioniert besonders gut in der Gruppe, aber auch allein kann man überraschende Ideen durch diese Methode entdecken. Diese Methode funktioniert über das Reden. Es geht es darum, das Problem zu besprechen. Ist man allein, formuliert man seine Frage laut, versucht sie sich zu erklären und kommt dadurch oft zu interessanten Offenbarungen, oder Wendungen, die sich in Gedanken nicht aufgetan haben.

Hat man Gesprächspartner, lohnt es sich zuzuhören, Ideen aufzugreifen und in jedem Fall mitzuschreiben. 🙂

Hast Du alle diese fünf Methoden ausprobiert und Lust auf mehr? Dann einfach eine neue im Netz aussuchen und es mit dieser probieren. Gerade im Umgang mit unserer Muse gilt, wer heilt, hat Recht. 🙂

Wie immer hoffe ich, ich konnte Dir Werkzeug an die Hand geben, um deine Texte bewusst zu gestalten. Ich freue mich von Dir zu lesen!
Ella

Verliebe Dich in den Prozess, nicht in das Ergebnis!

Photo by Joanna Kosinska on Unsplash

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