Für Leser

Ein Plädoyer für Gefühle im Text – Gastbeitrag

Gastbeitrag Plädoyer für Gefühl

Für den heutigen Beitrag, habe ich meine Freundin Phönix gebeten, uns ihre Ansicht zu gefühlvollen Texten näher zu bringen. Es wurde ein Plädoyer für mehr Gefühl im Text. Für die Leser unter euch, auf ihrem Kraftbilderblog veröffentlicht Phönix eigene Bilder und Geschichten. Sie freut sich, wenn Du vorbeischaut.

Wenn Du mehr über Techniken wissen möchtest, Gefühle in einen Text zu schreiben, dann schau Dir meinen ersten Beitrag dazu hier an. 😉


Hallo liebe Autorinnen und Autoren und alle, die Spaß am Lesen haben.

Ella hat mich gefragt, ob ich einen Gastbeitrag für ihren Blog schreiben würde, über etwas, das mir am Herzen liegt, z.B. Gefühle. Nun, da brauchte ich nicht lange überlegen und sagte spontan zu. Zuerst verspürte ich Freude, ein Gefühl, gefolgt von Herzklopfen, einer Reaktion. Womit wir auch schon mitten drin sind.

Warum lesen wir ein Buch?

Wann folgen wir dem Protagonisten/in?  Wir suchen die Spannung und Aufregung, wollen lachen und weinen und in jedem Fall mitgerissen werden.

Vor einiger Zeit hatte ich einen Text gelesen. Die Zeiten stimmten, die Erzählform, die Spannungsbögen, die auf und zu gemacht wurden usw. Alles war sauber durchgearbeitet worden, trotzdem hatte ich keine Lust den Figuren zu folgen. Warum nicht? Ich habe ihnen nicht geglaubt. Sie waren nicht greifbar. Es kamen keine Gefühle und Emotionen zum Ausdruck, die ihr Handeln untermauert hätten. Ich hatte keine Lust den Text weiter zu lesen.

Im Gegensatz dazu, habe ich etwas ganz Besonderes erleben dürfen. Die Schöpfung einer höchst emotionalen Szene. Der Autor hat geweint und ich aus Sympathie gleich mit. 🙂

Diese Szene ist zur wichtigsten im ganzen Roman geworden. Sie schwingt unterbewusst immer mit. Erklärt den Ursprung und das Handeln der Figur. Lässt dich als Leser dran teilhaben, bezieht dich mit ein.

Das ist es, was wir wollen. In ein Bad der Gefühle und Emotionen geworfen werden. Eben ganz nah dran sein und mitfiebern. Deshalb ist es so wichtig, dass wir als Autoren die Gefühle unserer Figuren aufschreiben.

Gefühl in Dosen?

Ich stehe selbst oft vor dem Problem, was ist die richtige Dosierung? Hier ein Beispiel von mir. Er ist sehr emotional geschrieben. Ich habe ihn bestimmt zwanzig Mal überarbeitet und mich immer wieder gefragt, ob es zu viel Gefühl, zu viel Emotionen sind. Du oder deine Figur gibt Dinge preis, wobei man sich recht nackig fühlen kann. Und dann denke ich, ja und wenn schon? Wir Autoren sind leidenschaftlich und haben die Möglichkeit andere Menschen mitzureißen. Manchmal möchte ich auch nur ein kleines Lächeln auf ihre Lippen zaubern und schreibe anders, z.B. meine Gartengeschichten.

Du als Autor/Autorin hast die Möglichkeit das zu vermitteln, also, habt keine Angst davor Gefühl zu zeigen.

Der Freibrief von Ella hängt in meiner Küche.  Je mehr wir mit unseren Figuren mitfiebern und sie Gefühle und Emotionen durchlaufen lassen umso lebendiger werden sie.

Herzlichst,

Phönix

Lust auf meinen gratis Newsletter bekommen?

Registrieren Sie sich jetzt, um eine Email zu erhalten, wenn ich neue Inhalte publiziere.

I agree to have my personal information transfered to MailChimp ( more information )

Ich werde Deine Email Adresse nicht weitergeben, damit handeln oder sie verkaufen. Außerdem kannst Du die Benachrichtigung jederzeit abbestellen.

You Might Also Like

Vorheriger Beitrag
Nächster Beitrag